Regenwald

Tropische Regenwälder gehören zu den artenreichsten und faszinierendsten, gleichzeitig auch zu den am meisten bedrohten Lebensräumen der Welt. Sie sind ein riesiger CO2-Speicher und Regulator für das Weltklima. Ihr Erhalt sollte uns also am Herzen liegen.

Alle 2 Sekunden werden Urwälder einer Fläche von einem Fußballfeld zerstört, ein großer Teil davon sind tropische Regenwälder.

Die Zerstörung der Regenwälder scheint uns hier sehr weit entfernt. Doch wir konsumieren täglich Produkte, für deren Herstellung großflächig Regenwälder gerodet werden. Als Konsumenten stehen wir am Ende der Produktionskette und bekanntlich wird die Produktion von der Nachfrage bestimmt.

Tropenholz

Tropenholz gelangt als Rohstoff für Holzböden oder Gartenmöbel nach Europa. Aber auch immer mehr Fertigprodukte aus Holz unklarer Herkunft -häufig aus illegalem Raubbau - gelangen zu uns wie z.B. Kleinmöbel, Küchenartikel oder Kinderspielzeug aus China. Holzprodukte unklarer Herkunft sollten wir meiden. Achten Sie beim Kauf deshalb auf das "FSC-Siegel". Diese Holzprodukte stammen aus ökologisch und sozial verträglichem Waldbau.

Papier

Weltweit werden großflächig Regenwälder gerodet, um Holzplantagen zur Papierproduktion anzuegen. Bevorzugt Hygienepapiere kommen aus diesen Regionen, denn die Fasern der hier angepflanzten Eukalyptusbäume gelten als besonders weich. Aber auch andere Papiersorten haben hier ihren Ursprung. Manche Verlage lassen heute ihre Bücher in Fernost drucken, über den Ursprung der Papiere kann man nur spekulieren. Kaufen Sie deshalb Recyclingpapiere. Es gibt heute auch hochwertige Druckerpapiere aus Recyclingfasern. Beim Bücherkauf sollte man auf das "FSC-Siegel" achten.

Palmöl

Palmöl ist ein sogenannter nachwachsender Rohstoff und wird aus der Ölpalme gewonnen. Zur Anlage von Palmölplantagen werden riesige Flächen Regenwälder in Südostasien gerodet, aber zunehmend auch in anderen tropischen Regionen der Welt. Palmöl wird in der Lebensmittelindustrie als Pflanzenfett verwendet, aber auch zur Produktion von Biokraftstoff, der bei uns dem Diesel beigemischt wird. Wer das Auto stehen lässt und Fahrrad fährt, wird damit zum aktiven Regenwaldschützer. Weiter dient Palmöl zur Herstellung von Seife und Kerzen. Der Versuch, mit zertifiziertem Palmöl den Raubbau zu stoppen, ist bisher gescheitert. In einer aktuellen EU-Studie schneiden Biokraftstoffe aus Palmöl bzl. CO2-Ausstoß sogar noch schlechter ab als konventionelle Kraftstoffe fossilen Ursprungs. Der immense Palmölverbrauch muss deshalb dringend reduziert werden. Wir als Verbraucher können hier einen wichtigen Beitrag leisten.

Soja

Soja wird zu einem Großteil in Südamerika angebaut und dafür Regenwald zerstört. Europa ist Großabnehmer von Soja, das als Kraftfutter für Masttiere benötigt wird. Das heißt, in jedem Stück Fleisch steckt ein Stück Regenwald. In Deutschland ist der Fleischkonsum mehr als doppelt so hoch, wie von Ernährungswissenschaftlern empfohlen. Wir sollten also dringend unseren Fleischkonsum reduzieren und bevorzugt Biofleisch kaufen. Bei der Produktion von Biofleisch wird auf Kraftfutter verzichtet. Das heißt also: besser Klasse als Masse.

Fotogalerie Regenwald
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